Veranstaltungshinweis
Regiosaatgut - Gewinnung und Verwendung
In Nordrhein Westfalen steht nur ein sehr eingeschränktes Angebot an Saatgut aus gebietsheimischen Herkünften für die Entwicklung von Wiesenbeständen z. B. bei Naturschutzmaßnahmen oder im Straßen- und Deichbau zur Verfügung.
Da aber mit Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes am 01.03.2010 in der freien Natur außerhalb der Landwirtschaft vorzugsweise nur noch Saatgut von Arten innerhalb ihrer jeweiligen Vorkommensgebiete ausgebracht werden soll, besteht zukünftig ein erhöhter Bedarf hierfür.
Ziel der Tagung (741,61 KB) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und der Biologischen Station Bonn ist es, sowohl für die Vermehrung als auch die Verwendung von Regiosaatgut in Nordrhein-Westfalen einen Anstoß zu geben.
Die Tagung möchte über die rechtlichen Rahmenbedingungen für Ansaaten in der freien Landschaft und die Bedingungen, unter denen die Aussaat von Regiosaatgut naturschutzfachlich sinnvoll ist, informieren. Praktische Erfahrungen bei der landwirtschaftlichen Vermehrung von Regiosaatgut werden vor Ort auf den Anbauflächen der Biologischen Station Bonn vorgestellt.
Die Tagung richtet sich an alle, die an der Planung und Umsetzung zur Entwicklung von artenreichen Grünlandbeständen beteiligt sind (Untere Landschaftsbehörden, Biologische Stationen, ehrenamtlicher Naturschutz, Planungsbüros, Wasser- und Deichverbände, Straßenplaner) sowie an Landwirte, für die der Einstieg in die Regiosaatgutvermehrung eine Option ist.

