Blühstreifenprojekte – Blühende Vielfalt

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In vielen unserer Projekte legen wir gemeinsam mit Landwirten Blühstreifen an, um an und in Ackerflächen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen der Offenlandschaften zu schaffen.
Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl unserer Projekte, bei denen die Entwicklung und Anlage von Blühstreifen im Vordergrund steht oder stand.
 

 

 

Blühstreifen im Rahmen der Regionale 2010

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Im Rahmen der Regionale 2010, einem Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen in der Region Köln/Bonn, legte die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft im Projektzeitraum 2008 bis 2012 Blühstreifen in Kooperation mit Landwirten an.

Die Landwirte erhielten für den verringerten Ertrag auf ihren Ackerflächen und die Pflege der Blühstreifen eine Vergütung.

Ziel war es, die Fauna des Rheinlandes zu fördern. Außerdem sollten sich Erholungssuchende am Anblick der bunten Flächen erfreuen.

 
 
 
 

Wir verwenden für die Einsaaten von Blühstreifen aus Wildpflanzen stets zertifiziertes Regio-Saatgut. Die Saatmischung „Feldraine auf Löss“ etwa wurde im Bördeprojekt zusammengestellt und im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Mischung enthält keine für die Landwirtschaft problematischen Unkräuter und dient zahlreichen wärmeliebenden Insekten und Spinnen als Lebensraum. Diese wiederum sind Nahrung für Feldvögel.

 

 


 

Blühstreifen-Impressionen in den beteiligten Kommunen und dem Rhein-Sieg-Kreis:

 


 

Abgestorbene Stängel und braune Samenstände statt Blütenpracht?

Was für den ein oder anderen vielleicht ungepflegt erscheinen mag, ist vollkommen beabsichtigt und ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt:
Auch alte Blühstreifen sind wertvolle Lebensräume, wenn die Felder schon abgeerntet oder gerade erst neu bestellt sind.
Auch im Winter bieten die Überreste der Blühpflanzen Nahrung für Vögel, Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten und Deckung für Säugetiere. Deswegen ist es wichtig, die Streifen nach Möglichkeit über den Winter stehenzulassen.
 

 

 
 
 

Blühstreifen im Meßdorfer Feld

Gemeinsam mit Landwirten wurden Blühstreifen mit zertifiziertem Regio-Saatgut im stadtnahen landwirtschaftlich genutzten Gebiet „Meßdorfer Feld“ in Bonn angelegt.

Das Projekt wurde freundlicherweise finanziell von der HIT-Umweltstiftung (2006 bis 2009 sowie 2015/2016) und der Stadt Bonn (2012 bis 2015) unterstützt.

 

Einige Impressionen:

 

 

Blühstreifen im Rahmen der EuRegionale 2008

Ort

z. B. Eschweiler-Bergrath und Baesweiler


Flächengröße

etwa 1,4 ha


Maßnahme

  • Neuanlage und Pflege von Blühflächen und Blühstreifen, z.T. zusammen mit alten Getreidesorten, für die Projektdauer von sieben Jahren als zeitlich befristete Zwischennutzung auf landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen
  • Keine Düngung und keine Verwendung von Pflanzenschutzmitteln innerhalb der Blühflächen
  • Ziele: Förderung der Vielfalt heimischer Tier- und Pflanzenarten, insbesondere Verbesse­rung der Lebensbedingungen für Tierarten der ackerbaulich genutzten Offenlandschaft (z. B. Feldlerche, Rebhuhn, Feldhase, wärme- und trockenheitsliebende Wirbellose etc.), Aufwertung der Region aus landschaftsästheti­scher Sicht, Erhaltung alter Getreidesorten

Besonderheiten

Einsaat mit zertifiziertem Regio-Saatgut heimischer Wildkräuter und z.T. mit alten Getreidesorten (Einkorn, Emmer, Dinkel)


Auftraggeber

Kreis Aachen (seit 2009 Städteregion Aachen)


Projektbeteiligte

Derzeit beteiligen sich sieben Landwirte an dem Projekt.

 


 

Beispielfotos der Projektflächen:

 

 

Wildblumenvermehrung am Niederrhein

Ein blaues Kornblumen-Meer war im Sommer 2010 in Hamminkeln zu bewundern. Das Potential des Ackers als Saatgutvermehrungsfläche wurde von der Zweigstelle der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft entdeckt und die Fläche in Zusammenarbeit mit dem Landwirt entsprechend gepflegt.

Inzwischen sind die Samen der Kornblumen (Centaurea cyanus) geerntet worden, um regionales Saatgut für weitere Blühflächen zu erhalten. Eine Pflanze liefert 700 bis 1600 Samen. Der Landwirt erhält für den Ertragsausfall und die Pflegemaßnahmen eine Entschädigung.

 

Impressionen des Kornblumen-Ackers bei Hamminkeln:

 

 

 

Initiative Rheinisches Wildpflanzensaatgut

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Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft setzt sich für die Verwendung von regionalem Saatgut, z. B. bei der Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen ein.

Zur Förderung dieser Idee fand am 31.01.2005 ein Gründungstreffen einer gemeinsamen Initiative zum Aufbau einer nachhaltigen Versorgungsstruktur für regionales Saatgut heimischer Wildkräuter statt.
Teilnehmer: Biologische Station Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Städte Bonn und Sankt Augustin, Wissenschaftler der Universität Bonn, RWE Power AG, Kölner Büro für Faunistik, Landwirte, Stiftung Rheinische Kulturlandschaft.

Ziel der Initiative ist es, die Verwendung von regionalem Saatgut zu organisieren und fachlich zu unterstützen.

Im gleichen Jahr konnte die Einsaat erster Wildkraut-Saatgutvermehrungsflächen auf Flächen der RWE Power AG bei Grevenbroich durchgeführt werden.