Summendes Rheinland – Landwirte für Ackervielfalt

Summendes Rheinland Landwirte für Ackervielfalt Schmalbiene Lasioglossum Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Schmalbiene (Lasioglossum sp.), die mit 5-7 mm Körpergröße zu einer der kleinsten einheimischen Wildbienen gehört, auf Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium).

 

Seit dem 01. Oktober 2013 führt die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft das Projekt „Summendes Rheinland – Landwirte für Ackervielfalt“ durch.
Ziel ist es, die Lebensbedingungen für bestäubende Insekten in der Niederrheinischen Bucht im Dreieck zwischen Köln, Bonn und Aachen, einer intensiv genutzten Ackerbauregion, zu verbessern.


Tagung „Landwirtschaft und Naturschutz im Wandel?“ am 14.09.2017

Am 14.09.2017 findet eine Fachtagung zum Thema „Trockenes Frühjahr, milde Winter – Landwirtschaft und Naturschutz im Wandel?“ in Köln-Auweiler statt.

Eine Anmeldung ist bis zum 31.8.2017 möglich.

Programm


Summendes Rheinland in bewegten Bildern

Das „Summende Rheinland“ wurde als eines von drei „vorbildlichen Projekten“ auf der 10-Jahres-Feier der Nationalen Strategie für Biologische Vielfalt in Berlin in einem kurzen Film (ab Minute 2:10) vorgestellt.
Aus der Strategie ging das Bundesprogramm Biologische Vielfalt hervor, in dessen Rahmen auch das Projekt „Summendes Rheinland“ gefördert wird.

 
 

 


„Summendes Rheinland“ Monatsprojekt Mai 2017 der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das „Summende Rheinland“ wurde am 24.01.2017 auf der Grünen Woche in Berlin offiziell als UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet.
Dies Auszeichnung erhalten Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise für den Schutz und die Förderung der Biologischen Vielfalt einsetzen.

Im Mai 2017 wurde das Projekt zudem in einer Internet-Abstimmung zum Projekt des Monats gewählt.

Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2017 Logo für ausgezeichnetes Projekt Summendes Rheinland der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

 


 

Vor allem Wildbienen, aber auch Honigbienen und andere Insekten wie Schwebfliegen und Schmetterlinge, erbringen durch die Bestäubung eine wichtige ökologische Dienstleistung. Sie spielen somit eine bedeutende Rolle für die Sicherung landwirtschaftlicher Erträge und für den Erhalt von Wildpflanzen.

Nähere Informationen über die Bedeutung von Wildbienen im Infoblatt pdf Warum Wildbienen fördern

 

Logo Bundesprogramm Biologische Vielfalt leben.natur.vielfalt Förderung Summendes Rheinland BfN BMUB

Doch gerade in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen liegen häufig erschwerte Lebensbedingungen für diese Bestäuber vor. Die fruchtbaren Böden der Bördelandschaften eignen sich in besonderem Maße für den Anbau von Nahrungsmitteln. Daraus resultieren in der Regel baum- und heckenarme, von Getreidekulturen dominierte Regionen. Dort mangelt es an für Bestäuber wichtigen Strukturen wie blühende Säume, Feldränder, Zwischenfrüchte oder andere Kulturpflanzen. Besonders nach der Blüte weit verbreiteter Kulturpflanzen wie dem Raps fehlt es vielerorts an Nektar- und Pollenquellen.

 

Blütenreicher Feldrain in der rheinischen Bördelandschaft Summendes Rheinland Landwirte für Ackervielfalt Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Blütenreicher Feldrain in der rheinischen Bördelandschaft

Vor diesem Hintergrund setzt sich die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft mit diesem über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Projekt für ein erhöhtes Blütenangebot in der Ackerbauregion zwischen Aachen, Köln und Bonn ein. Mit einem erhöhten Blüten- und damit Insektenangebot verbessern sich gleichzeitig auch die Lebensbedingungen für viele andere Tierarten wie z. B. der Feldlerche und der Grauammer, für die Insekten ein wichtiger Nahrungsbestandteil sind.

pdf Flyer zum Projekt Summendes Rheinland

Kooperation mit Landwirten als Erfolgsrezept

Im Projekt wird mit Hilfe blühender Strukturen gezeigt, wie in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Landwirten für Bestäuber wirksame Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Im Sinne eines kooperativen Naturschutzes wird Wert darauf gelegt, dass sich die geförderten Maßnahmen sowohl in die Abläufe der landwirtschaftlichen Betriebe integrieren lassen als auch einen messbaren ökologischen Mehrwert für Wildbienen und weitere bestäubende Insekten aufweisen. Nähere Informationen über die Lebensraumansprüche von Wildbienen im Infoblatt pdfLebensraumansprüche Wildbienen.

 

Zwischenfrüchte und Feldsäume im Fokus

Acker blühende Zwischenfruchtmischung Spätsommer Futterquelle Insekten eingesät Summendes Rheinland Landwirte für Ackervielfalt Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Acker, der mit einer blühenden Zwischenfruchtmischung als Spätsommer-Futterquelle für Insekten eingesät wurde.

Gegen Ende des Sommers sorgen blühende pdf Zwischenfrüchte bis in den Herbst hinein für eine Verbesserung des Nahrungsangebots. Sie stellen nicht nur eine attraktive Nahrungsquelle dar und bringen Farbe ins Feld, sondern bieten auch vielen Tieren wertvolle Überwinterungsmöglichkeiten.

Gleichzeitig widmet sich das Projekt der Aufwertung von pdfFeldsäumen. Die bisher häufig schmalen, grasreichen und blütenarmen Feldraine bergen ein großes Lebensraumpotential für bestäubende Insekten, wenn sie mit einer für Bestäuber optimierten Blühmischung angelegt und durch ein entsprechendes Pflegemanagement langfristig erhalten werden.

Als zusätzliche Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten dienen sogenannte pdfGabionen: Die mit unterschiedlichem Nistmaterial befüllten Drahtgitterkörbe werden an geeigneten Stellen in der Feldflur platziert und bieten verschiedenen Wildbienen und anderen Insekten einen Platz zum Nisten.

Das Projekt wird mit einem faunistischen Monitoring begleitet, um den ökologischen Mehrwert der Maßnahmen zu prüfen. pdfHilfestellung für die Angaben im Flächenverzeichnis

 

Wildbienen und Honigbienen – Gemeinsam sind sie stark

Viele Kulturpflanzen sind auf die gemeinsame Bestäuberleistung von Wild- und Honigbienen angewiesen. Zusammen mit dem Deutschen Imkerbund hat die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ein Informationsblatt zu diesem Thema entwickelt, um auf die Wichtigkeit der Förderung beider Gruppen hinzuweisen.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Die projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit soll sowohl den landwirtschaftlichen Berufsstand als auch die Bevölkerung vor Ort für die Belange des Natur- und Artenschutzes, insbesondere für die Bedürfnisse von Bestäubern, sensibilisieren.

 

Übertragbarkeit

Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse stehen für die Weiterentwicklung von Agrarförderprogrammen zur Verfügung, um die Maßnahmen langfristig – auch in ähnlich strukturierten Regionen in Deutschland – zu etablieren.

Das Projekt wird zunächst bis zum 30. September 2017 durchgeführt.

 

Ansprechpartner bei der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ist Dr. Heiko Schmied,
Fon 0 22 8 – 90 90 721-2, E-Mail h.schmied@rheinische-kulturlandschaft.de

 

Logos Fördermittelgeber Summendes Rheinland BMUB BfN Landwirtschaftliche Rentenbank


 

Das Projekt „Summendes Rheinland – Landwirte für Ackervielfalt“ ist Teil des Projektverbunds „Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt!“

Logo Lebendige Agrarlandschaften Landwirte gestalten Vielfalt Projektverbund Summendes Rheinland Stiftung Rheinische Kulturlandschaft DBV

 


 

Biodiversitätstagung am 25.02.2016

Am 25.02.2016 fand eine Tagung zum Thema „Biodiversität in der Agrarlandschaft: Von der Strategie zur praktischen Umsetzung“ in Köln-Auweiler statt.

pdf Programm

Zusammenfassung und Vorträge der Tagung

 


 

Zwischenfruchttagung am 10.12.2014

Am 10.12.2014 fand eine Tagung zum Thema „Zwischenfrüchte und Biodiversität“ im Rahmen des Projekts „Summendes Rheinland – Landwirte für Ackervielfalt“ statt.

pdf Programm