Naturschutzberatung im Rhein-Sieg-Kreis

 
 
Im Jahr 2016 hat die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ein Projekt zur Förderung von Tierarten der offenen Feldflur im Rhein-Sieg-Kreis begonnen. Ziel des Projektes ist es, Arten wie Feldhase, Rebhuhn, Wachtel, Kiebitz und Feldlerche in den intensiv ackerbaulich genutzten Bereichen auf Niederkasseler Stadtgebiet zu fördern. Bei der Umsetzung steht die naturschutzfachliche Beratung ortsansässiger Landwirte im Vordergrund.

 

Kiebitz Foto: Lumberger, Josef/piclease

Kiebitz
Foto: Lumberger, Josef/piclease

Von besonderer Bedeutung für die ökologische Aufwertung der intensiv genutzten Feldflur sind strukturfördernde Maßnahmen wie z. B. die Anlage von blühenden Säumen, die Deckung und Nahrung für pflanzen- und insektenfressende Feldbewohner bieten.

Nicht nur der Feldhase profitiert von einem artenreichen Nahrungsangebot durch verschiedene Pflanzenarten, auch viele Feldvögel sind gerade zur Brutzeit auf eiweißreiche Nahrung wie blütenbesuchende Insekten angewiesen, die sie zur Aufzucht ihrer Jungen benötigen.

Flora und Fauna gleichsam fördern

Elemente wie Blühstreifen und Zwischenfrüchte können zudem das ganze Jahr über als Deckung und Nahrungshabitat dienen, die in der intensiv genutzten Agrarlandschaft, besonders in den Wintermonaten, weitgehend fehlen.

 

Bei der Planung der Maßnahmen werden u.a. folgende Kenngrößen berücksichtigt, um eine hohe ökologische Wirksamkeit zu gewährleisten:

1. Qualität der Maßnahme – z. B. Einsatz möglichst diverser Regiosaatgut-Mischungen

2. Größe und Form der Maßnahmenfläche

3. Einbettung der Maßnahme in die Landschaft – z. B. hinsichtlich der Entfernung zu Stör- und Vertikalstrukturen (Minimierung der Prädation durch mögliche Beutegreifer wie Fuchs oder Habicht)

4. Auswahl der Bewirtschaftungszeitpunkte entsprechend der Bedürfnisse der Niederwildarten, die gefördert werden sollen

 

Die Maßnahmenumsetzung erfolgt in Kooperation mit ortsansässigen Landwirten.

Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft berät im Rahmen des Projekts landwirtschaftliche Betriebe in Niederkassel dazu, wie ökologisch hochwertige Maßnahmen angelegt werden können und sich in den Betriebsablauf integrieren lassen.

Ansprechpartnerin bei der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ist Meike Frizen (E-Mail m.frizen@rheinische-kulturlandschaft.de)Fon 0228 – 90 90 72 31.


 

Das Projekt wird freundlicherweise gefördert von:

 

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