Wildbienenprojekt – Faszinierende Welt der Bestäuber

 

Unser Projekt zum Entdecken der faszinierenden Welt der Wildbienen begeisterte die Kinder verschiedener Kindertageseinrichtungen im Frühjahr und Sommer 2018.

Wildbienen leben meist allein

Sandbiene an Honigtau

Sandbiene an Honigtau

 

 

Die Vielfalt der weltweit mindestens 16.000 Wildbienenarten ist enorm. Dabei unterscheiden sich die Arten durch Größe, Farbe, Aussehen sowie ihre Lebensweise. Viele Wildbienenarten legen für ihre Brut Niströhren in der Erde an oder nutzen Totholz sowie abgestorbene Pflanzenstängel für die Eiablage.

Die Lebensbedingungen der Wildbienen verschlechtern sich allerdings zunehmend. Sand- und Lehmflächen zum Bau ihrer Niströhren fehlen zunehmend. Auch Totholz oder abgestorbene Pflanzenstängel gibt es in unserer intensiv genutzten Agrarlandschaft und in unseren Gärten immer weniger.

 

 Spezialisierung auf wenige Pflanzenarten

Malve

Die mehrjährige Moschus-Malve ist als „Bienenweide“ gut geeignet.

 

 

Viele Wildbienenarten sind zudem auf nur eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert. Da einige kleine Wildbienenarten für die Nahrungssuche allerdings nur in einem Radius von wenigen 100 m um ihr Nest fliegen, benötigen sie entsprechende Nahrungspflanzen in der Nähe.

Die Bedeutung der Wildbienen für uns alle ist sehr groß. Denn sie dienen nicht nur Vögeln als Nahrung, sondern sind besonders für die Bestäubung unserer Kulturpflanzen sehr wichtig. Ohne die Hilfe der Wildbienen wären die Erträge im Obst- und Gemüsebau deutlich geringer und auch die Qualittät der Ernteerzeugnisse wäre schlechter.

 

 Hier wird den Wildbienen geholfen

Sechs Kindergärten erhielten jeweils ein Wildbienenset.

 

 

 

Um bereits die jüngste Generation für das Thema Wildbienen zu begeistern, startete die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ein Projekt zum Kennenlernen dieser spannenden Tiergruppe.

Sechs Kindergärten im Städtedreieck Düren – Erftstadt – Zülpich erhielten dafür ein Wildbienenset mit Dosen, Bruthülsen und Saatgut. Umfangreiches Informationsmaterial ermöglichte es den Erzieherinnen den Kindern die Lebensweise der Wildbienen näher zu bringen.


Ein sicherer Ort für den Nachwuchs

Wildbienenbehausungen, gebastelt von kleinen Bienenfreunden.

 

 

Die Kinder bastelten aus Dosen und Bruthülsen Wohnhäuser für den Wildbienennachwuchs.

In den im Außengelände der Kindergärten aufgehängten Wildbienen-unterkünften können die Wildbienen ihre Eier ablegen. Aus den Larven wird sich bis zum nächsten Frühjahr die neue Generation Wildbienen entwickeln.


Reichlich Nahrung für die Wildbienen

Wildbienensamen

Saatgut aus Wild- und Kulturpflanzen wird bald neue Nahrung für Wildbienen schaffen.

 

 

Um den Wildbienen auch ein ausreichendes Nahrungsangebot zu bieten, legten die Kindergartenkinder einen Blühstreifen an.

Die Menge der im Wildbienenset mitgelieferten Samentütchen reichte auch noch für die Anlage einer kleinen Blühfläche auf dem heimischen Balkon oder im Garten zuhause.

 

Wildbienenkalender für das Jahr 2019

Kalender

Kalender

 

Ansprechpartnerin bei der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ist:

Anka Schmanke, Fon 0 22 8-90 90 72-92
oder a.schmanke@rheinische-kulturlandschaft.de

 

Im Anschluss an das Wildbienenprojekt in den Kindergärten wurde aus den während des Projekts entstandenen Fotos ein Kalender gestaltet. Er dokumentiert durch viele Fotos anschaulich die Arbeit der Kindertageseinrichtungen zum Thema Wildbienen. Die Rückseiten der Kalenderblätter liefern ausführliche Informationen zum Leben der Wildbienen.

 

 

Das Projekt wurde gefördert von der: