Biologische Vielfalt in der beruflichen Bildung – Fokus Grüne Berufe

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) startete die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft im September 2011 ein neues Forschungs- und Entwicklungsprojekt (F+E-Vorhaben).

Hintergründe

nbs-broschuere

Broschüre zur Nationalen Strategie

Die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ (NBS), herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zielt auf die Umsetzung des Übereinkommens zum Erhalt der biologischen Vielfalt durch Schutz und nachhaltige Nutzung.

Im Dialog zwischen Naturschutz und beruflichen Naturnutzern kommt der Bedeutung der biologischen Vielfalt in der beruflichen Aus- und Fortbildung bisher wenig Aufmerksamkeit zu.
Somit werden die Potenziale zur Umsetzung der Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt durch eine Integration der Thematik in die berufliche Bildung dieser wichtigen Akteure noch nicht ausgeschöpft.
Durch das Vorhaben sollen ersten Schritte in diese Richtung unternommen werden.

 

Informationsbroschüre

Informationsbroschüre

Seit Anfang 2012 ist eine Informationsbroschüre zur Thematik bei der Stiftung erhältlich.

Sie gibt einen kurzen und informativen Einstieg in die biologischen Vielfalt und vermittelt Auszubildenden, Lehrern und Ausbildern warum das Thema gerade in den Grünen Berufen von besonderem Interesse ist.

Neben der Printversion finden Sie hier auch eine barrierefreie pdf digitale Version.

 

Unterrichtsmaterialien:

Hier finden Sie vom Forscherteam der Stiftung entwickeltes Unterrichtsmaterial für den Garten- und Landschaftsbau

icon_word Anknüpfungspunkte für die Entwicklung von Fachkompetenzen in Bezug auf Biologische Vielfalt im Berufsschulunterricht GaLaBau.doc

icon_word Begriffsnetz Biologische Vielfalt GaLa-Bau.doc

icon_word Lernsituation Heidegarten.doc

 

Ergänzende Materialien:

icon_word Schülermaterial Torf und Humus.doc (siehe Internetauftritt der Bundesvereinigung Torf- und Humuswirtschaft)

pdf Moorschutz (Printversion kostenlos beim NABU Bundesverband)

pdf Tipps für torffreies Gärtnern (Printversion kostenlos beim NABU Bundesverband)

 

Im Mittelpunkt stehen jene Berufsgruppen, welche die Natur bzw. natürliche Ressourcen in ihrer Berufsausübung nutzen.

Unter dem Begriff „Grüne Berufe“ sind insgesamt 14 Ausbildungsberufe zusammengefasst.

 

Dazu gehören:

  • Landwirt/-in
  • Tierwirt/-in
  • Pferdewirt/-in
  • Fachkraft Agrarservice
  • Gärtner/-in
  • Forstwirt/-in
  • Revierjäger/-in
  • Winzer/-in
  • Fischwirt/-in
  • Hauswirtschafter/-in
  • Brenner/-in
  • Landwirtschaftliche/r Laborant/-in
  • Milchwirtschaftliche/r Laborant/-in
  • Milchtechnologe/-in
Auszubildender zum Gärtner (Bildnachweis: www.azubiyo.de)

Auszubildender zum Gärtner
(Bildnachweis: www.azubiyo.de)

Auszubildende zur Landwirtin (Bildnachweis: Fachschulzentrum Freiburg-Zug)

Auszubildende zur Landwirtin
(Bildnachweis: Fachschulzentrum Freiburg-Zug)

Auszubildender zum Forstwirt (Bildnachweis: planet-beruf.de)

Auszubildender zum Forstwirt (Bildnachweis: planet-beruf.de)

 

Berufsschulunterricht

Berufsschulunterricht

Analog zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes, die in der beruflichen Bildung bereits verankert sind, soll die Thematik der biologischen Vielfalt langfristig in die berufliche Aus- und Fortbildung der grünen Berufe stärker und bewusster integriert werden.

Projektdurchführung

Anhand von vier Arbeitspaketen soll das breit gefächerte Themenfeld im Zeitraum September 2011 bis 2013 zielorientiert bearbeitet werden.

Dazu gehört am Projektanfang die Analyse des Ist-Zustandes, es gilt zu eruieren, welche Überschneidungspunkte sich bereits zwischen den Inhalten der Nationalen Biodiversitätsstrategie und den Ausbildungsverordnungen der 14 Grünen Berufe finden lassen.

Nach diesem ersten Schritt steht die Identifikation wichtiger Akteure im Vordergrund, die das Projekt fachlich und inhaltlich unterstützen können.

Im dritten Schritt soll gezeigt werden, welche Wege beschritten werden können, um das Thema der Biodiversität in die berufliche Bildung zu integrieren.

Der vierte Schritt beinhaltet Workshops im Jahr 2012, bei denen der Dialog mit den relevanten Akteuren aus den Grünen Berufen und den Bildungsinstitutionen aufgenommen und Handlungsspielräume diskutiert werden sollen.

 

Projektziele

 

Das Projekt wir gefördert vom

logo_bfn

mit Mitteln des BMU.

FKZ 3511 80 2000, UFOPLAN 2011

Ansprechpartnerin bei der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft:

Aline Foschepoth, Fon 0 22 8-90 90 721-6.