Eine Chance für das Niederwild und für Insekten

Die Niederwildbestände in Nordrhein-Westfalen sind in den letzten Jahren  stark zurückgegangen. Der Lebensraumverlust für das Niederwild dürfte einer der Hauptgründe hierfür sein.

Im Kreis Wesel wird jetzt dem Rückgang der Niederwildarten wie Rebhuhn, Fasan und Hase mit einem gemeinsamen Projekt von Kreisjägerschaft Wesel, Kreis Wesel und der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft entgegengewirkt.

Die Durchführung von freiwilligen Naturschutzmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen über einen Zeitraum von fünf Jahren bis Ende des Jahres 2024 soll die Populationszahlen des Niederwilds im Kreis Wesel erhöhen.

Projektziel ist die Umsetzung niederwildfördernder Maßnahmen auf insgesamt mindestens 30,5 ha landwirtschaftlich genutzter Acker- und Grünlandflächen, die möglichst über den gesamten Projektzeitrahmen erhalten bleiben.


 

Maßnahmen im Acker:

Saumstreifen ergänzt mit Hasenapotheke

Mehrjährige Saatmischung. Anlage von Saumstreifen für die Dauer von bis zu 5 Jahren mit einer Wildpflanzenmischung (Regio-Saatgut).

Gewässerrandstreifen

Umsetzung der Gewässerrandstreifen durch eine extensive Nutzung

Wildäcker

Mehrjährige Saatmischung. Anlage der Wildäcker für die Dauer von 3 bis 5 Jahren mit einer Kulturpflanzenmischung.

Wildenergiepflanzen

Mehrjährige Saatmischung. Anlage von Wildenergiepflanzen für die Dauer von 3 bis 5 Jahren mit einer Wildpflanzenmischung (Regio-Saatgut) und/oder Kulturpflanzenmischungen (ggf. als Gemenge).

Heckenpflanzung

Gezielte Anpflanzung von heimischen Heckengehölzen


 

Maßnahmen im Grünland:

Altgrasstreifen

Ganzjähriges Stehenlassen von Altgrasstreifen

Verspätete Mahd

Aussparungen von Teilflächen bei der Mahd (bis mindestens 01.07. eines Jahres)


 

Ansprechpartner bei der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ist:

Torsten Quinkenstein, Zweigstelle Niederrhein, Niederlassung Wesel, Fon 0 28 1-47 57 26-37
oder t.quinkenstein@rheinische-kulturlandschaft.de