Wildbienenprojekte – Faszinierende Welt der Bestäuber

 

Unsere Projekte zum Entdecken der faszinierenden Welt der Wildbienen begeisterte die Kinder verschiedener Kindertageseinrichtungen in den Jahren 2018 und 2020.

 

Wildbienen leben meist allein

Sandbiene an Honigtau
Sandbiene an Honigtau

 

Die Vielfalt der weltweit mindestens 16.000 Wildbienenarten ist enorm. Dabei unterscheiden sich die Arten durch Größe, Farbe, Aussehen sowie ihre Lebensweise. Viele Wildbienenarten legen für ihre Brut Niströhren in der Erde an oder nutzen Totholz sowie abgestorbene Pflanzenstängel für die Eiablage.

Die Lebensbedingungen der Wildbienen verschlechtern sich allerdings zunehmend. Sand- und Lehmflächen zum Bau ihrer Niströhren fehlen zunehmend. Auch Totholz oder abgestorbene Pflanzenstängel gibt es in unserer intensiv genutzten Agrarlandschaft und in unseren Gärten immer weniger.


 

Spezialisierung auf wenige Pflanzenarten

Malve
Die mehrjährige Moschus-Malve ist als „Bienenweide“ gut geeignet.

 

Viele Wildbienenarten sind beim Pollensammeln zudem auf nur eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert. Da einige kleine Wildbienenarten für die Nahrungssuche allerdings nur in einem Radius von wenigen 100 m um ihr Nest unterwegs sind, benötigen sie entsprechende Nahrungspflanzen in der Nähe.

Die Bedeutung der Wildbienen für uns alle ist sehr groß. Denn sie dienen nicht nur Vögeln als Nahrung, sondern sind besonders für die Bestäubung unserer Kulturpflanzen sehr wichtig. Ohne die Hilfe der Wildbienen wären die Erträge im Obst- und Gemüsebau deutlich geringer und auch die Qualittät der Ernteerzeugnisse wäre schlechter.


 

Hier wird den Wildbienen geholfen

Jeweils sechs Kindergärten erhielten ein Wildbienenset.

 

Um bereits die jüngste Generation für das Thema Wildbienen zu begeistern, startete die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft in den Jahren 2018 und 2020 Projekte zum Kennenlernen dieser spannenden Tiergruppe.

Sechs Kindergärten im Städtedreieck Düren – Erftstadt – Zülpich bzw. sechs Kindergärten im Rhein-Sieg-Kreis erhielten dafür ein Wildbienenset mit Dosen, Bruthülsen und Saatgut. Umfangreiches Informationsmaterial ermöglichte es den Erzieherinnen den Kindern die Lebensweise der Wildbienen näher zu bringen.


 

Ein sicherer Ort für den Nachwuchs

Wildbienenbehausungen, gebastelt von kleinen Bienenfreunden.

 

Die Kinder bastelten aus Dosen und Bruthülsen Wohnhäuser für den Wildbienennachwuchs.

In den im Außengelände der Kindergärten aufgehängten Wildbienen-unterkünften können die Wildbienen ihre Eier ablegen. Aus den Larven wird sich bis zum nächsten Frühjahr die neue Generation Wildbienen entwickeln.


 

Reichlich Nahrung für die Wildbienen

Wildbienensamen
Saatgut aus Wild- und Kulturpflanzen wird bald neue Nahrung für Wildbienen schaffen.

 

Um den Wildbienen auch ein ausreichendes Nahrungsangebot zu bieten, legten die Kindergartenkinder einen Blühstreifen an.

Die Menge der im Wildbienenset mitgelieferten Samentütchen reichte auch noch für die Anlage einer kleinen Blühfläche auf dem heimischen Balkon oder im Garten zuhause.


 

Wildbienenkalender für die Jahre 2019 und 2021

Im Anschluss an die Wildbienenprojekte in den Kindergärten wurde aus den während der Projekte entstandenen Fotos jeweils ein Kalender gestaltet. Die Kalender dokumentieren durch viele Fotos anschaulich die Arbeit der Kindertageseinrichtungen zum Thema Wildbienen. Die Rückseiten der Kalenderblätter liefern ausführliche Informationen zum Leben der Wildbienen.

 

Wildbienenkalender 2021

 

Das Wildbienenprojekt im Jahr 2020 wurde gefördert von der

und von

 

Kalender
Wildbienenkalender 2019

 

Das Wildbienenprojekt im Jahr 2018 wurde gefördert von der

 

Ansprechpartnerin bei der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ist:

Anka Schmanke, Fon 0 22 8-90 90 72-92
oder a.schmanke@rheinische-kulturlandschaft.de