Ackerwildkrautprojekt startet ausgezeichnet in die bundesweite Übertragung!

(09.06.2016) Das Umweltforum der Auferstehungskirche in Berlin bot am heutigen Tag den passenden Rahmen für den offiziellen Startschuss zur bundesweiten Übertragung des Ackerwildkrautprojektes „Unkraut vergeht nicht – stimmt nicht!“. Ein erstes Highlight auf dem beginnenden Weg der Übertragung war die Wiederauszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

 

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Freuten sich über die Auszeichnung: (v.l.n.r.:) Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, Jurymitglied der UN-Dekade Biologische Vielfalt und Fachgebietsleiter des Bundesamtes für Naturschutz, Dr. Helmut Schramm, Geschäftsführer Bayer CropScience Deutschland GmbH, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, stv. Vorstandsvorsitzender Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Friedhelm Decker, Vorstandsvorsitzender Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, und Thomas Muchow, Geschäftsführer Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Überbringer der Auszeichnung, die an Projekte verliehen wird, die sich in vorbildlicher Weise für die Förderung der biologischen Vielfalt einsetzen, war Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, Jurymitglied der UN-Dekade Biologische Vielfalt und Fachgebietsleiter des Bundesamtes für Naturschutz: „Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft sichert mit dem Projekt nicht nur langfristig die Vielfalt der Ackerwildkräuter, sondern damit auch einen unverzichtbaren Lebensraum für Insekten, Spinnen und Feldvögel. Damit leistet die Stiftung auch einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft, die uns seit Jahrhunderten begleitet hat und die wir als Teil unserer Heimat nicht missen möchten.“, begründete Prof. Erdmann die Entscheidung der Jury.

Logo UN-Dekade für Biologische Vielfalt 2016Friedhelm Decker, Vorstandsvorsitzender Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, nahm mit großer Freude die Auszeichnungsurkunde entgegen und erklärte: „Diese Wiederauszeichnung bestätigt uns, dass wir mit unserem Konzept zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter weiterhin auf dem richtigen Weg sind. Möglich gemacht hat diesen Weg das finanzielle Engagement von Bayer CropScience, bereits seit dem Jahr 2010. Hierfür möchte ich Herrn Dr. Schramm nochmals meinen herzlichen Dank aussprechen.

Ebenfalls dankte Herr Decker im Folgenden den zahlreichen Akteuren, die das Projekt fachlich unterstützen: „Hierzu gehören unter anderem die Botaniker und Naturschutz-Organisationen, die uns Informationen zu Fundorten oder sogar Saatgut zukommen lassen, die Freilichtmuseen, landwirtschaftlichen Betriebe und Ackerwildkraut-Initiativen, die ihre Flächen für Vermehrungsbeete und als Wiederansiedlungsflächen zur Verfügung stellen und nicht zu vergessen die Mitarbeiter im Feld, die mit viel Leidenschaft die Sammlung und Kultivierung der empfindlichen Arten übernehmen.“,  so Decker weiter.

 

Ausgehend vom Rheinland soll das Projektkonzept von „Unkraut vergeht nicht – stimmt nicht!“ auf alle Bundesländer Deutschlands übertragen werden. Hierzu werden vor Ort fachkundige regionale Partner für die Sammlung, Vermehrung und Wiederansiedlung von Ackerwildkräutern gesucht. Regionale Partner konnten bereits für die Bundesländer Bayern und Rheinland-Pfalz gewonnen werden.

Die Auszeichnung fand im Rahmen der Fachtagung „Biodiversität in der Kulturlandschaft“ statt. Besondere Schwerpunkte der Veranstaltung lagen auf dem bundesweiten Schutz bedrohter Ackerwildkräuter sowie auf Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Nutzflächen.

 

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Fachpublikum im Umweltforum der Auferstehungskirche in Berlin

Eröffnet wurde die Tagung von Prof. Dr. Werner Wahmhoff, stv. Generalsekretär Deutsche Bundesstiftung Umwelt, der zum Thema „Biodiversität und Ackerwildkrautschutz in Deutschlandreferierte. Dr. Helmut Schramm, Geschäftsführer Bayer CropScience Deutschland GmbH, stellte das Engagement von Bayer für nachhaltige Landwirtschaft vor, zu dem unter anderem Initiativen im Rahmen des Forward Farming von Bayer oder die Zusammenarbeit mit dem Institut für Agrarökologie und Biodiversität zählen. Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, stv. Vorstandsvorsitzender Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, gab Einblicke in Strategien, mit denen die Biodiversität in der Kulturlandschaft gemeinsam mit Landwirten gefördert und erhalten werden kann.

Im Anschluss stellte Thomas Muchow, Geschäftsführer der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, das Ackerwildkrautprojekt sowie die Ziele der bundesweiten Übertragung vor. Beiträge der regionalen Partner aus Bayern von Dr. Harald Albrecht, Vertreter für die Bayerische KulturLandStiftung, und Rheinland Pfalz, Dr. Sven Wehke, Landschaftsökologe, sowie Dieter Feldner, Geschäftsführer Stiftung Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz, komplettierten die Veranstaltung.

Moderiert wurde die Fachtagung von Dr. Helmut Born, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft.

Weitere Informationen zur bundesweiten Übertragung des Ackerwildkrautprojektes.