Bunte Felder 2020 für Niederkrüchten – Spendenaktion für Wildbienen und Co.

(26.09.2019) Wo in diesem Sommer noch Feldfrüchte wuchsen, wird schon im nächsten Frühjahr ein blau-rotes Meer aus Kornblumen und Klatschmohn erstrahlen. Da sind sich Karl-Heinz Wassong, Bürgermeister von Niederkrüchten, Paul-Christian Küskens und Sebastian Gores von der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen, zusammen mit Jens Lübben, Projektleiter bei der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, sicher. Denn der Startschuss für ihr kooperatives Naturschutzprojekt „Bunte Felder 2020 – Niederkrüchten blüht auf“ ist gefallen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde soll die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten in der Feldflur gefördert werden. „Wir wollen zusammen mit engagierten Partnern schnell und einfach selbst etwas für die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür tun“, führt Karl-Heinz Wassong aus.
Freuten sich über den Start des Projektes „Bunte Felder 2020“ (v.l.n.r.): Jens Lübben, Projektleiter Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Karl-Heinz Wassong, Bürgermeister Niederkrüchten, Paul-Christian Küskens, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen. Foto: Tina Ziemes

Landwirte schaffen hochwertige Lebensräume
Unweit des Betriebes von Paul-Christian Küskens ist nun bereits eine Musterfläche zu besichtigen. Nach diesem Beispiel werden in den kommenden Tagen mehrjährige Blühstreifen angelegt, die ab 2020 nicht nur das menschliche Auge erfreuen, sondern auch zahlreichen Insekten, Kleintieren und Vögeln für mindestens drei Jahre einen dauerhaften Lebensraum bieten werden. „Für die Einsaat wurde eine Mischung aus hochwertigem regionalem Wildpflanzen-Saatgut ausgewählt, die besonders gut an die Umweltbedingungen vor Ort angepasst ist“, erklärt Projektleiter Jens Lübben.

Jede Bürgerin und jeder Bürger, Vereine, Unternehmen und sonstige Institutionen können dieses Blütenmeer in den kommenden Jahren ganz einfach selbst vergrößern. Möglich macht dies die Übernahme einer einjährigen sogenannten „Blüh-Patenschaft“ in Form einer zweckgebundenen Spende für die Anlage des Blühstreifens. Weitere Informationen zum Projekt und das Online Spendenformular sind auf der Internetseite der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft unter www.rheinische-kulturlandschaft.de/bunte-felder-niederkruechten/ zu finden. Die Höhe der Spende ist im Spendenformular frei wählbar.

Für die Anlage eines Quadratmeters Blühstreifen werden 35 Cent pro Jahr benötigt, um die Kosten für das Saatgut und die Einsaat zu decken. So fördert man z. B. mit 17,50 Euro eine Fläche von 50 m² für Hummeln und Co., mit einer Spende von 90 Euro kann bereits eine Fläche in Tennisplatzgröße eingesät werden. Die Spender erhalten auf Wunsch neben einer Spendenbescheinigung ein individuelles Zertifikat.

Fruchtbare Kooperation für die Natur
Die ersten Ideen zum neuen Projekt entstanden bei der Veranstaltungsreihe „Netzwerktreffen zum Thema Biodiversität und Insektenschutz“ der Gemeinde Niederkrüchten. Schon beim ersten Treffen wurde der Wunsch formuliert, Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen durchzuführen. Die örtliche Kreisbauernschaft schlug daher vor, mit ihren Mitgliedern Blühstreifen auf Ackerflächen anzulegen und dies mit Patenschaften zu finanzieren.

„Wir sind froh, dass wir mit der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft einen Partner ins Boot holen konnten, der bereits über langjährige Erfahrungen bei der Umsetzung von kooperativen Naturschutzprojekten mit Landwirten verfügt“, berichtet Paul-Christian Küskens, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen.

Die Aufgaben der drei Partner im Projekt „Bunte Felder 2020 – Niederkrüchten blüht auf“ sind klar umrissen: Die Gemeinde informiert ihre Bürgerschaft über das Projekt und beteiligt sich an den Werbemitteln, die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft koordiniert zusammen mit den Landwirten und der Kreisbauernschaft die Anlage der mehrjährigen Blühstreifen, entwickelt zudem Informationstafeln und –flyer und betreut die Spenden, die über die Projektinternetseite eingezahlt werden.

Nicht zu vergessen ist der „vierte Partner“, nämlich die Bürgerinnen und Bürger, ohne deren Unterstützung das Projekt nicht umsetzbar wäre.

Ansprechpartner:

Pressestelle Gemeinde Niederkrüchten:

Herr Hermann-Josef Bonus,
Telefon 02163/980-133;
Mail hermann-josef.bonus@niederkruechten.de


Stiftung Rheinische Kulturlandschaft Niederrhein:

Projektleiter Herr Jens Lübben,
Telefon 0281-20 65 66 – 69;
Mail j.luebben@rheinische-kulturlandschaft.de