Hinweise zur richtigen Einsaat

  • Vor der Einsaat von Saatgutmischungen sollte stets eine gründliche mechanische Beikrautbekämpfung erfolgen, die sich nach der Art der dominierenden Beikräuter richtet
  • Schaffung eines feinkrümeligen Saatbettes wie zur Getreideeinsaat
  • Hinsichtlich des Saatzeitpunktes, der Saatdichte und -tiefe sollten die Empfehlungen der Anbieter berücksichtigt werden. Pauschale Empfehlungen lassen sich aufgrund der Vielfalt der angebotenen Mischungen kaum aussprechen. Im Folgenden sind jedoch grobe Anhaltspunkte aufgeführt
  • Je nach Sämaschine und Saatmischung kann es sinnvoll sein, das Saatgut mit Füllmaterial zu strecken und so die Saatdichte inkl. Füllmaterial auf 50 bis 100 kg/ha zu erhöhen. Dies erleichtert die homogene Verteilung der unterschiedlich großen Samen. Als Füllmaterial eignen sich z. B. Getreide- und Sojaschrot, Kokosgranulat oder Sand
  • Bei der Berechnung der benötigten Saat- und Füllmaterialmengen ist eine technische Restmenge zu beachten (2,5 kg bis 5 kg je nach Sämaschine)
  • Eine sorgfältige Durchmischung des Saatgutes und des Füllmaterials vor dem Einfüllen in den Sätank und nochmals unmittelbar vor der Aussaat (d. h. erst nach der Fahrt zur Einsaatfläche) ist wichtig für einen homogenen Bestand
  • Nach der Einsaat ist ein Anwalzen der Samen für einen guten Bodenschluss zwingend notwendig. Ideal sind Keilringwalzen als direkt an die Drillmaschine angehängte Nachlaufwalzen, die streifenweise nur die Saatreihen rückverfestigen, während die Saatzwischenräume lockerer bleiben

Einsaat mit Kulturpflanzensaatgut

  • für eine frühe Blüte möglichst frühe Einsaat (im Frühjahr in frostfreien Lagen ab Mitte März), bei mehreren Flächen auch „gestaffelte“ Einsaaten zu verschiedenen Zeitpunkten sinnvoll; einzelne Mischungen eignen sich auch für die Herbsteinsaat
  • Ablagetiefe: 1 bis 1,5 cm bei überwiegend kleinsamigen Mischungen
  • Saatdichte (nur Saatgut): sehr stark mischungsabhängig. Bei günstigen Bedingungen auf Hochertragsböden reicht meist die geringste empfohlene Menge aus. Bei einer späten Saat, Trockenheit oder hohem Beikrautdruck kann die Saatmenge erhöht werden

Einsaat mit Regiosaatgut

  • Ansaat ab Mitte August bis September, da viele Samen von Wildpflanzenarten einen Temperatur-/Feuchtewechsel benötigen, damit sie keimen und/oder blühen
  • Flache Einsaat (oft sogar direkt auf die Bodenoberfläche), da viele Wildkräuter Lichtkeimer sind
  • Die Aussaatstärke ist abhängig von den enthaltenen Arten, dem Standort und Aussaatzeitpunkt, bei vielen Mischungen liegt sie zwischen 10 und 20 kg/ha

Hinweis: Für die Anrechnung im „Greening“ bis zum 1. April einsäen, nur bei der Honigbrache ist eine Einsaat bis zum 31.05. möglich (Stand 2019).


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