Station 4

Rainfarn-Beifuß-Gesellschaft

Der trockene und sonnige Hang hinter der Windmühle bietet einen Lebensraum für viele unterschiedliche Pflanzen:

Während im Frühjahr das Barbarakraut (Barbarea vulgaris) und die Gewöhnliche Hundszunge (Cynoglossum officinale) den Ton angeben, leuchten im Sommer die gelben Blüten des Rainfarns (Tanacetum vulgare) und der Mehligen Königskerze (Verbascum lychnitis).

Im Juli und August ist der Rainfarn mit seinen gelben Blüten schon von Weitem zu sehen.

Der Rainfarn hat sich wegen seiner ätherischen Öle früher vor allem einen Namen als Mittel gegen Insekten und Wurmerkrankungen bei Mensch und Tier gemacht. Er wird deshalb in der Eifel auch Wurmkraut genannt. Auch zum Färben von Stoffen wurden seine gelben Blüten genutzt. Heute verwendet man ihn z. B. noch im Garten als Spritzbrühe oder als Rauchmittel in der Imkerei.

Der Beifuß ist eine eher unscheinbare Pflanzenart, galt aber früher wegen seiner zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten als „Mutter aller Kräuter“.
Foto: wikimedia commons

Auch der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) kommt in dieser Schutzfläche vor. Seine jungen Triebe und Blütenknospen sind ein bitter schmeckendes Gewürz für fette, lange gegarte Speisen, zum Beispiel Gänsebraten. Auch als Heil- und Zauberpflanze wurde er in früheren Zeiten vielfältig eingesetzt.

Rainfarn und Beifuß gehören beide zur Familie der Korbblütengewächse, genauso wie das Gänseblümchen.

Vorsicht: Rainfarn und Beifuß enthalten giftige Inhaltsstoffe, die schon beim Anfassen der Pflanzen zu allergischen Reaktionen führen können.

Wo? Baugruppe Niederrhein, bei Haus Nr. 53 (Kappenwindmühle aus Cantrup)

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