Roesels Beißschrecke

(Metrioptera roeselii)

Häufige Art der grünlandgeprägten Kulturlandschaft

Ökologie

Lebensweise

  • Überwiegend tagaktiv, vereinzelt ist der Gesang nachts zu hören
  • Ausgewachsene Tiere sind meist nur von Juni bis Oktober anzutreffen, im Herbst sterben sie
  • Durch eine relative Kälteunempfindlichkeit werden auch leichte Nachtfröste toleriert

Fortpflanzung

  • Weibchen legen ihre Eier in markhaltigen Pflanzenstängeln ab. In Getreide ist aufgrund der Ernte und Bodenbearbeitungszeitpunkte keine erfolgreiche Fortpflanzung möglich.
  • Abhängig von der Witterung schlüpfen die Larven nach 1–2 Wintern
  • Nach dem Durchlaufen verschiedener Entwicklungsstadien entwickelt sich das erwachsene Tier

Roesels Beißschrecke

Nahrung

  • Überwiegend besteht die Nahrung aus zarten Pflanzenteilen, die abgeschabt werden
  • Selten werden auch kleinere Insekten gefressen

Verbreitungskarte

Verbreitungskarte: verändert nach: DGfO, 2017; Basiskarte: GeoBasis-DE / BKG, 2019

Wissenswertes

Die Schrecke ist sehr unauffällig und in dichter Vegetation gut getarnt. Nur rufend kann sie einfach lokalisiert werden, doch bei Annäherung lassen sich die Tiere meist zu Boden fallen und verstecken sich geschickt in der Krautschicht.

Gefährdung

  • Rote Liste Deutschland: ungefährdet (Kategorie *)
  • Intensive Grünlandnutzung (dichte Bestände) mit häufiger Mahd und Einsatz von Mahdgutaufbereitern
  • Verlust von Randstrukturen/Altgrasstreifen, die besonders während der Ernte als Rückzugsorte oder zur Eiablage dienen
  • Pflanzenschutzmitteleinsatz

Lebensraum / Erforderliche Bewirtschaftung

  • Keine hohen Ansprüche an den Lebensraum, bevorzugt wird feuchtes und extensiv genutztes Grünland mit dichter Vegetation bzw. mittlerer Vegetationshöhe
  • Besiedelt werden Feuchtwiesen, Randbereiche von Flachmooren, Hochstaudenfluren, mäßig feuchte Ufervegetation von Gewässern, Weiden, Fettwiesen, Brachen und Halbtrockenrasen
  • Häufig auch an Straßen- und Bahnböschungen sowie an Wegrändern
  • Trockenrasen und vegetationslose Biotope werden nicht besiedelt
Präsenz in der Fläche (erwachsenes Tier)
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Larvenstadien
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