Zauneidechse

(Lacerta agilis)

Typische Art für wärmeexponierte, strukturreiche Standorte

Ökologie

Lebensweise

  • Aktive Zeit etwa von März/April bis September/Oktober
  • Die Aktivität ist von der Umgebungstemperatur abhängig, sonnenexponierte Flächen sind daher wichtige Habitatelemente
  • 5–6 monatige Winterruhe in frostfreien Verstecken z. B. in Kleinsäugerbau

Fortpflanzung

  • Paarungszeit April/Mai: die Männchen haben zur Paarungszeit einen grün gefärbten Kopf, Rumpf und Bauch, die Weibchen bleiben braun
  • Eiablage Mai bis August in grabbarem, besonntem Boden
  • Gelege 4–15 Eier, Schlupf je nach Witterung, ca. 2 Monate nach der Eiablage
  • Oberflächennahe Winterquartiere werden aufgesucht, nachdem genügend Energiereserven aufgebaut wurden

Nahrung

  • Kleintiere, die am Boden gejagt werden
  • Gefressen werden z. B. Insekten und deren Larven, Spinnen, Regenwürmer, Asseln und andere Gliedertiere

Verbreitungskarte

Wissenswertes

Zur Abwehr von Feinden können Zauneidechsen ihren Schwanz abwerfen, der zuckend den Feind von der fliehenden Eidechse ablenkt.

Gefährdung

  • Rote Liste Deutschland: gefährdet (Kategorie 2)
  • Verlust des Lebensraumes durch Intensivierung der Grünlandnutzung und durch natürliche Sukzession von Feldrainen, Böschungen und Brachen
  • Verschlechterung des Nahrungsangebotes durch Pflanzenschutzmittel
  • Verlust von Kleinstrukturen wie Lesestein- oder Asthaufen, Trockenmauern, Hecken, Baumstümpfen und freien Bodenflächen
  • Starke Düngung führt zu dichter Vegetation, wodurch Eiablageplätze fehlen
  • Bodenbearbeitung (z. B. Pflügen) und somit Zerstörung der Winterquartiere zwischen September und März

Lebensraum / Erforderliche Bewirtschaftung

  • Natürliche Lebensräume sind Dünen, Heiden und Waldränder, außerdem werden Bahntrassen, Weinberge, Feldraine und Abgrabungsflächen besiedelt
  • Ein geeigneter Lebensraum muss ein günstiges Mikroklima und besonnte Habitatstrukturen aufweisen
  • Besonnte Flächen an z. B. Mauern, Steinen, Totholz und Geröll bieten Plätze, an denen sich die Tiere aufwärmen können und wo sie gleichzeitig Versteckmöglichkeiten vorfinden
  • Da die Eier im Boden vergraben werden, sollte ausreichend Untergrund mit sonnenexponierter Lage und lockerer Struktur vorhanden sein
  • Zauneidechsen sind standorttreu
  • Bei guten Lebensraumbedingungen werden Reviere besetzt, die teils nur eine Größe von etwa 100 m² haben
Präsenz in der Fläche (erwachsenes Tier)
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Jugendentwicklung: Eiablage / Schlüpfen der jungen Eidechsen
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