Schwarzkehlchen

(Saxicola torquatus)

Charakteristische Art für die offene, extensiv genutzte Kulturlandschaft

Ökologie

Lebensweise

  • Tagaktiv, oft gut sichtbar auf erhöhten Sitzwarten
  • In Deutschland Teil- und Kurzstreckenzieher
  • Im Brutgebiet etwa ab Februar bis September anzutreffen

Fortpflanzung

  • Nestbau und Legebeginn häufig schon im März
  • Das Nest wird in einer Bodenmulde nach oben gut getarnt angelegt und mit weichem, trockenem Material ausgekleidet
  • Sehr unterschiedliche Bruthabitate (von feucht bis trocken)
  • Gelegegröße 3–6 Eier; häufig zwei Bruten im Jahr mit einer Aufzuchtdauer von 14 Tagen

Nahrung

  • Hauptnahrung sind Insekten und ihre Larven, Raupen, Würmer, Schnecken und Spinnen
  • Im Herbst werden teils Beeren gefressen

Verbreitungskarte

Verbreitungskarte: verändert nach: EEA, 2014; Basiskarte: GeoBasis-DE / BKG, 2019

Wissenswertes

Schwarzkehlchen wechseln ihren Brutplatz meist alle paar Jahre, da sie überwiegend junge Sukzessionsstadien (z. B. Industriebrachen, Windwurfflächen) bevorzugen.

Gefährdung

  • Rote Liste Deutschland: ungefährdet (Kategorie *)
  • Aufgabe extensiver Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden
  • Lebensraumverlust durch den Verlust von Brachen, strukturreichen Säumen, Heiden und Ruderalflächen
  • Verschlechterung des Nahrungsangebotes
  • Gelegeverluste durch Flächenbearbeitung, Störungen am Brutplatz (z. B. Mähen von Böschungen, frühe erste Mahd)

Lebensraum / Erforderliche Bewirtschaftung

  • Besiedelt werden vor allem wärmebegünstigte Niederungsgebiete
  • Kleinräumig strukturiertes Offenland mit höheren Sitzwarten bietet gute Jagdmöglichkeiten
  • Außerdem sind trockene Standorte mit niedriger Vegetation (z. B. Weinberge) und offenen Bodenstellen (z. B. Bahndämme) und Böschungen von Vorteil
  • Geeignete Lebensräume sind besonders extensives Weidegrünland mit Gräben und Zäunen, Ruderalflächen, Brachen, Heiden und teils auch Auen, Marschen und Industriebrachen
  • In der Agrarlandschaft werden bevorzugt Hackfrucht- und Rapsanbaugebiete als Brutplätze genutzt
Präsenz in der Fläche (erwachsenes Tier)
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Brutzeit / Jungenaufzucht
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