Grasfrosch

(Rana temporaria)

Häufige Art der struktur- und saumreichen Habitate mit naturnahen Gewässern

Ökologie

Lebensweise

  • Verlassen Tagesverstecke oft während der Dämmerung, um zu jagen (nachtaktiv)
  • Tagsüber werden gerne Ruheplätze, z. B. Stein- oder Holzhaufen, aufgesucht
  • Überwinterung auf dem Grund von Gewässern oder in frostfreien Verstecken an Land, z. B. in Erdlöchern oder unter Totholz
  • Winterquartiere werden zwischen November und Januar aufgesucht

Fortpflanzung

  • Laichzeit beginnt im Februar mit Höhepunkt im April
  • Männchen und Weibchen finden sich bei zunehmender Wärme an Laichgewässern ein
  • Die Laichballen werden vom Weibchen in besonnten Teichen oder Tümpeln abgelegt
  • Das Männchen befruchtet die Laichballen
  • Die Entwicklung der Larve über Kaulquappe bis zum Landtier kann stark variieren und bei günstigen Bedingungen 8–12 Wochen betragen

Nahrung

  • Adulte Grasfrösche fressen z. B. Insekten, Spinnen, Regenwürmer, Schnecken und Asseln
  • Kaulquappen fressen abgestorbenes Pflanzenmaterial und tierische Überreste, die sie im Laichgewässer finden

Verbreitungskarte

Wissenswertes

Der Grasfrosch hat eine variable Färbung, meist in Brauntönen und nicht wie häufig angenommen grasgrün. Die Weibchen können 600–4.000 Eier ablegen. Nur ein kleiner Teil der Eier schafft die erstaunliche Metamorphose und entwickelt sich bis zum erwachsenen Frosch. Wählt das Weibchen ein ungeeignetes Laichgewässer, z. B. eine zu flache Wasserstelle, kann der Laich in trockenen Frühjahren auch vollständig austrocknen.

Gefährdung

  • Rote Liste Deutschland: ungefährdet (Kategorie *)
  • Verlust von Laich- und Überwinterungsgewässern durch z. B. Drainage und intensive Nutzung von Teichen, z. B. durch Fischzucht, Freizeitnutzung
  • Verlust von Saumstrukturen, Grünland, Feldgehölzen und Kleinstrukturen wie Totholzhaufen
  • Direkte Verluste durch Straßenverkehr bei Wanderung zwischen Laichgewässer und Sommerlebensraum
  • Intensive Nutzung von Flächen nahe der Laichgewässer (z. B. durch Mahd und Pflügen)
  • Verschlechterung der Gewässerqualität durch Pflanzenschutz- oder Düngemitteleintrag

Lebensraum / Erforderliche Bewirtschaftung

  • Teillebensräume sind z. B. Feldraine, Grünland, Gebüsche, Gärten und Gewässerränder
  • Zur Fortpflanzung sind Gewässer ohne starke Strömung (Teiche, Tümpel) wichtige Habitatelemente
  • Während der Laichzeit werden sonnige vegetationsreiche Gewässer aufgesucht, in denen sich Kaulquappen entwickeln können
  • Tagsüber werden Rückzugsorte wie z. B. Steinhaufen, Totholz oder dichte Vegetation aufgesucht, die Schutz vor Feinden bieten
Präsenz in der Fläche (erwachsenes Tier)
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Hauptlaichzeit
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