Steinkauz

(Athene noctua)

Typische Art der abwechslungsreichen, grünlandgeprägten Regionen mit Viehbeweidung und alten Obst- und Kopfweidenbeständen

Ökologie

Lebensweise

  • Eine der wenige Eulen, die teilweise tagaktiv ist, üblicherweise dämmerungsaktiv
  • Standvogel
  • Durch Standorttreue und exponierte Sitzwarten häufig sichtbar
  • Besondere Reviertreue, oft lebenslang

Fortpflanzung

  • Paarungszeit kann sich über längeren Zeitraum erstrecken, manchmal wird bereits im Winter mit der Balz begonnen
  • Brutbeginn etwa März/April
  • Höhlenbrüter (Baumhöhlen, Gebäudenischen etc.)
  • Gelegegröße 5–6 Eier; Bruthöhle wird mit ca. 35 Tagen nach dem Schlüpfen verlassen

Nahrung

  • Insekten und andere Wirbellose, vor allem während der Jungenaufzucht
  • Auch Mäuse, Vögel, kleine Reptilien und Amphibien
  • Nahrungssuche überwiegend am Boden, daher auf niedrige Vegetation angewiesen

Verbreitungskarte

Verbreitungskarte: verändert nach: EEA, 2014; Basiskarte: GeoBasis-DE / BKG, 2019

Wissenswertes

Steinkäuze sind kleine Eulen (deutlich kleiner als eine Stadttaube) mit gedrungener Körperform. Sie sind geschickte Jäger, die sich laufend sehr schnell am Boden bewegen können. Sie meiden Waldränder und Wälder aufgrund von Fressfeinden, u. a. ihrem artverwandten Konkurrenten, dem Waldkauz.

Gefährdung

  • Rote Liste Deutschland: gefährdet (Kategorie 3)
  • Verlust von alten Obstbaum- und Kopfweidenbeständen und damit Verlust von geeigneten Bruthöhlen
  • Verlust von beweidetem, abwechslungsreichem Grünland, das genügend Jagdmöglichkeiten und damit Nahrung bietet
  • Zerschneidung von Lebensraum durch z. B. Straßen und Bebauung sowie zunehmende Störungen im Brutrevier

Lebensraum / Erforderliche Bewirtschaftung

  • Niederungsgebiete mit Kopfbäumen, Gehöften, Viehweiden und Streuobstwiesen
  • Ältere Kopf- oder Obstbäume bieten wichtige Bruthöhlen
  • Für die Nahrungssuche sind eine niedrige Vegetation sowie im Winter geringe Schneemengen entscheidend
  • Extensives Grünland mit Viehbeweidung bietet ein optimales Nahrungshabitat mit ausreichend Insektennahrung und kurzrasigen Flächen, die eine Nahrungssuche am Boden erleichtern
Präsenz in der Fläche (erwachsenes Tier)
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Brutzeit / Jungenaufzucht
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
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Aug
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Okt
Nov
Dez
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